Von der Konstruktion eines Pixel-Hauses

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Von der Konstruktion eines Pixel-Hauses

Beitrag von Christian » Samstag 13. Dezember 2014, 14:58

Von der Konstruktion eines Pixel-Hauses
Entwicklerblog

Wie in der "echten" Welt bedarf es auch in der Pentaquin's einem Baumeister, welcher die zahlreichen Gebäude, von denen es gerade in den städtischen Gebieten nur so wimmelt, konstruiert und deren Bauprozess federführend in die Hände nimmt.

In Pentaquin gibt es jedoch keine Baumeister im klassischen Sinne, denn diese würden ja ebenfalls nur aus Pixeln bestehen, was das Erschaffen weiterer Pixel durchaus schwierig gestalten würde.
Aus diesem Grunde sind Nicht-Spieler-Charaktere, welche sich euch gegenüber als Baumeister ausgeben, nichts anderes als unkreative Tagelöhner, welche die zuvor von den "richtigen" Baumeistern konstruierten Gebäudebauteile zusammensetzen.

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Ein typisches, städtisches Wohnhaus in Pentaquin

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Ein gewöhnlicher Gemischtwarenladen

Doch wer sind denn nun diese "richtigen" Baumeister?
Die Antwort auf diese Frage lautet "Wir" - die Grafikabteilung des Pentaquin-Entwicklerteams.
Alle Gebäude die ihr in der Welt Pentaquin's sehen, betreten oder auf andere Art und Weise wahrnehmen werdet (nicht jedes Gebäude muss auch auf den ersten Blick wie ein Gebäude aussehen...) wurden also zunächst einmal von unseren Grafikern entworfen. Und zwar nicht etwa mithilfe cooler, automatisierter Bildverarbeitungseffekte, sondern mühevoll, Pixel für Pixel zusammengesetzt, wie ein Puzzle aus 64 kleinen Quadraten der selben Größe, welche sich lediglich durch Farbton und Helligkeit unterscheiden.
Diese Technik des Zeichnens wird auch als "PixelArt" bezeichnet.
Wenn wir nun behaupten, wir können aus solchen abstrakten Puzzleteilen Häuser bauen, klingt das ein wenig seltsam, richtig? Nicht unbedingt. In unserer Welt mag es vielleicht ungewöhnlich sein, Häuser aus quadratischen, verschieden gefärbten Mosaiksteinchen zusammenzusetzen, in jener Pentaquin's ist das jedoch gängige Praxis.
- Also, wie setzt sich solch ein Haus denn nun zusammen?
Des Rätsel's Lösung liegt im Auge des Betrachters, beziehungsweise von dessen Vergrößerung. Denn schaut man etwas genauer hin, beginnen die Oberflächen der Fassaden mit zunehmender Vergrößerung ("Zoom") immer abstrakter zu werden - die einzelnen, quadratischen Pixel werden immer deutlicher sichtbar, und lassen sich nicht mehr einem eindeutigen Gesamtbild zuordnen. Genau darin liegt das Geheimnis von PixelArt - Bei hoher Vergrößerung sind es nur haufenweise Pixel, beim Betrachten aus der Ferne können es eindrucksvolle, monumentale Schlösser, Kirchen, Fachwerkhäuser oder Wälder sein. Nichtsdestotrotz behält die Grafik durch die vergleichsweise geringe Pixeldichte das charakteristische Aussehen von PixelArt.
Hier ein Beispiel, um euch den Effekt zu verdeutlichen:
Bild
Zum Vergleich, im linken Bild sieht man eine Mauer mit 100% Zoom, auf dem rechten bei 400%

Und wie entsteht solch ein Haus aus Pixeln?
Vom Grundprinzip her zeichnet man zunächst die Umrisse und Konturen, die sogenannten "Outlines" des Objektes. Und zwar Pixel für Pixel. Bei rechteckigen Objekten wie Fenstern ist das nicht schwer.
Bild
Ist dieser Schritt geschafft, gilt es, sich ein Farbschema zu überlegen. Da wir in unserem Fall einen hölzernen Fensterrahmen bauen möchten, wäre es logischerweise sinnvoll ein braunes Farbschema zu wählen. Nun beginnt der Spaß, man füllt zunächst die großen Flächen mit einem Braunton des Farbschemas:
Bild
Bedauerlicherweise sieht der Fensterrahmen dann bei 100% Zoom nicht aus wie ein hölzernes Konstrukt, sondern eher wie lieblos in Form gegossenes, braun gefärbtes Plastik mit glatter Oberfläche. Das wollen wir natürlich vermeiden, und genau an dieser Stelle kommen die verschiedenen Brauntöne unseres Farbschemas zum Einsatz. Durch teils zufällige, teils bewusst gewählter Platzierung anderer Pixel mit unterschiedlichen Brauntönen, kann man nämlich sowohl Struktur als auch Schattierungen auf die Oberfläche des Fensterrahmens geben. Und da Holz ein Naturprodukt ist, sind zufällig auftauchende Oberflächenfehler wie beispielsweise Astlöcher sogar unumgänglich, um die hölzerne Optik zu unterstreichen. Zu viel Regelmäßigkeit wirkt unnatürlich!
Bild
Ist unser Fensterrahmen dann endlich fertig gestellt, müssen wir nur noch die Glasscheibe einsetzen. Da wir hier in unserem Beispiel eine glatte Fensterscheibe mit ebener Oberflächenstruktur haben, muss hierbei nicht all zu viel beachtet werden. Wir nehmen einen weißlichen Farbton und setzen eine sogenannte "Alpha-Transparenz" ein, das heißt, wir machen die Farbe teils durchsichtig, sodass sie zu einem gewissen Prozentsatz lichtdurchlässig ist.
Und fertig ist unser Fenster mit hölzernem Rahmen, welches in fast jedem Gebäude auf der Pentaquin-Welt verbaut wird:
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Re: Von der Konstruktion eines Pixel-Hauses

Beitrag von Neothan » Dienstag 13. Januar 2015, 19:55

Ist seit dem 13. Dezember schon ein ganzer Monat um? Wie schnell doch die Zeit rund um Neujahr und Weihnachten vergeht! Danke für den poetischen Entwicklerblog, Christian, ich wünsche euch allen und dem
Projekt einen guten Start ins 2015 und freue mich schon auf den nächsten Schnappschuss :)

Gruss, Neo

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Re: Von der Konstruktion eines Pixel-Hauses

Beitrag von Christian » Montag 9. März 2015, 21:51

Neothan hat geschrieben:Ist seit dem 13. Dezember schon ein ganzer Monat um? Wie schnell doch die Zeit rund um Neujahr und Weihnachten vergeht! Danke für den poetischen Entwicklerblog, Christian, ich wünsche euch allen und dem
Projekt einen guten Start ins 2015 und freue mich schon auf den nächsten Schnappschuss :)

Gruss, Neo
Hallo Neothan,
ja, die Zeit vergeht unglaublich schnell, vielen Dank für deine Wünsche, das wünschen wir dir natürlich auch.
Was die Schnappschüsse betrifft mussten wir leider eine kreative Schaffenspause einlegen, da wir aus zeitlichen und personellen Gründen in letzter Zeit nur sehr eingeschränkt arbeiten konnten und dementsprechend nicht mehr rechtzeitig genug Material produzieren konnten.
Wir haben allerdings seit Kurzem einen Neuzugang im Grafik-Team erhalten und arbeiten mit Hochdruck an weiteren Grafiken für die nächsten Schnappschüsse. :)
Mit freundlichen Grüßen, Christian ;)
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